Kurz gesagt
Mit Pinterest verdienst du nicht direkt, sondern über Besucher, die du von dort auf eigene Inhalte oder Angebote lenkst, zum Beispiel per Affiliate Marketing. Das Business-Konto ist kostenlos, Affiliate-Inhalte sind erlaubt, wenn sie originell sind und klar gekennzeichnet werden. Pinterest ist eine Suchplattform mit langem Atem: Ergebnisse brauchen Wochen bis Monate. Das Modell dahinter ist Affiliate Marketing.
Inhalt
Du suchst nach „mit Pinterest Geld verdienen“, weil du gehört hast, dass Pins Besucher und Einnahmen bringen können? Dann bekommst du hier eine nüchterne Einordnung statt eines Versprechens. Ich schaue mir an, was Pinterest tatsächlich leistet, was die Plattform selbst zu Affiliate-Links sagt und wo die Haken liegen.
Ich bin seit 2018 nebenberuflich im Affiliate Marketing und bis heute angestellt. Deshalb zählt für mich vor allem eines: Wie viel Zeit braucht ein Kanal, und was bleibt davon übrig? Auf Pinterest habe ich ein Profil angelegt und kurz getestet, es aber nicht dauerhaft bespielt. Das sage ich dir gleich zu Beginn, damit du meine Einschätzung richtig einordnest.
Lohnt sich Pinterest?
Pinterest lohnt sich für dich, wenn du Geduld hast, gern mit Bildern und Texten arbeitest und einen Kanal suchst, der wie eine Suchmaschine funktioniert. Pinterest zahlt dir nichts dafür, dass du pinnst. Geld entsteht erst, wenn Besucher von dort auf ein Angebot, einen Blogartikel oder eine E-Mail-Liste kommen und dort etwas kaufen.
Das heißt: Pinterest ist kein eigenes Geschäftsmodell, sondern ein Kanal für ein Modell wie Affiliate Marketing. Für schnelles Geld ist er ungeeignet. Als zusätzlicher, geduldiger Kanal neben Job und Familie kann er passen. Mein Fazit vorweg: testen ja, aber mit ehrlichen Erwartungen. 🙂
Der WOG-Check
6 Kriterien, je 1 bis 5 Punkte. Mehr Punkte sind immer besser für dich.
-
Startkapital4/5
Das Business-Konto ist kostenlos. Kosten entstehen eher durch Zeit, Design-Werkzeuge und eine eigene Zielseite.
-
Zeit bis zum ersten Euro2/5
Pinterest arbeitet wie eine Suchmaschine. Reichweite baut sich über Wochen bis Monate auf.
-
Ausbaufähigkeit4/5
Ein Thema, viele Pins, mehrere Zielseiten: Das lässt sich gut vervielfachen, auch mit Blog, Video oder E-Mail-Liste.
-
Risiko3/5
Das finanzielle Risiko ist klein. Dafür drohen Einschränkungen, wenn Affiliate-Pins als Spam gelten oder nicht gekennzeichnet sind.
-
Passives Einkommen3/5
Gute Pins können länger Besucher bringen, aber ohne regelmäßigen Nachschub und Pflege bleibt es dünn.
-
Seriosität des Marktes3/5
Pinterest selbst ist seriös. Rund um schnelles Geld mit Pins gibt es aber viele übertriebene Versprechen.
Gesamtfazit: möglich, aber mit Einschränkungen
Möglich und günstig zu testen, aber ein Langzeitkanal, der Geduld, Regelkenntnis und eine saubere Zielseite braucht.
So funktioniert Pinterest in Kürze
Pinterest ist eine visuelle Suchplattform. Nutzer geben einen Begriff ein, etwa ein Thema oder eine Frage, und sehen dazu Pins. Ein Pin ist ein Bild oder Video mit Titel, Beschreibung und einem Link auf eine Zielseite. Laut dem Pinterest Newsroom hat die Plattform weltweit 640 Millionen monatlich aktive Nutzer (abgerufen am 14.10.2026, die Seite nennt keinen Zeitraum).
Für den Einstieg brauchst du ein Unternehmenskonto. Es ist laut Pinterest Hilfe kostenlos und enthält Analytics und Werbefunktionen. Ein bestehendes privates Konto lässt sich in den Einstellungen umwandeln, Pins und Follower bleiben erhalten. Danach läuft es in vier Schritten:
- Thema und Suchbegriffe festlegen.
- Pinnwände zu diesem Thema anlegen.
- Pins gestalten, mit passenden Titeln und Beschreibungen versehen und auf eine Zielseite verlinken.
- Auswerten, was Klicks bringt, und daraus neue Pins machen.
Eine ausführliche Anleitung ist nicht der Schwerpunkt dieses Artikels. Mir geht es um die Frage, ob und für wen es sich lohnt.
Erfahrungen: was zu erwarten ist und meine Sicht
Rund um das Thema tauchen immer wieder dieselben Punkte auf, und sie passen zur Funktionsweise der Plattform:
- Pinterest ist ein Langzeitkanal. Neue Konten und neue Pins brauchen Zeit, bevor Reichweite entsteht. Wer nach einer Woche Ergebnisse erwartet, wird enttäuscht.
- Menge ohne Qualität bringt wenig. Pinterest verlangt, dass Affiliate-Inhalte originell sind und Mehrwert bieten. Dutzende ähnliche Pins mit demselben Link sind der falsche Weg.
- Das Design entscheidet über den Klick. Gefunden wirst du über Titel und Beschreibung, geklickt wird, wenn das Bild überzeugt.
- Die Zielseite zählt. Ein Pin ist nur der Anfang. Was nach dem Klick passiert, entscheidet, ob daraus Umsatz wird.
- Regelmäßigkeit schlägt Eifer. Wer wochenlang viel postet und dann aufhört, verschenkt, was er aufgebaut hat.
Meine Sicht: Das letzte Muster kenne ich aus meiner eigenen Arbeit. Meine Erkenntnis aus den Jahren seit 2018 lautet: Lieber einen Kanal konsequent bespielen als viele halbherzig. Bei Pinterest habe ich ein Profil angelegt und kurz getestet. Dauerhaft habe ich es nicht bespielt. Eigene Pinterest-Zahlen habe ich deshalb nicht, und ich erfinde dir keine.
Kosten, Risiken und Haken
Stand aller Angaben: 14.10.2026. Das ist keine Rechts- oder Steuerberatung.
Kosten
Das Unternehmenskonto kostet laut Pinterest nichts. Bezahlte Anzeigen sind optional. Dein Aufwand liegt woanders: Zeit für Pins, gegebenenfalls ein Design-Werkzeug und eine eigene Zielseite, wenn du nicht direkt auf fremde Angebote verlinken willst.
Affiliate-Regeln der Plattform
In den Richtlinien für kommerzielle Inhalte steht, dass Affiliate-Links Creatorn helfen, ihre Wirkung zu messen und Geld zu verdienen. Zugleich heißt es dort, Affiliate-Inhalte sollten originell sein und Pinnern einen eigenen Mehrwert bieten. Du sollst transparent über den kommerziellen Charakter deiner Inhalte und über deine Links sein.
Als Missbrauch nennt Pinterest unter anderem, Affiliate-Pins wiederholt oder in großen Mengen zu erstellen, gefälschte Konten für Affiliate-Links zu nutzen und andere zu bitten, deine Affiliate-Pins im Gegenzug zu speichern. Die Community-Richtlinien verbieten außerdem Inhalte, die repetitiv, irreführend oder irrelevant sind, nur um Geld zu machen, und blockieren Links mit unnötigen oder irreführenden Weiterleitungen.
Kennzeichnung
Pinterest verlangt einen klaren Hinweis auf den kommerziellen Charakter, zum Beispiel mit #ad oder über das Label für bezahlte Partnerschaften. In Deutschland gelten zusätzlich die Regeln zur Kennzeichnung von Werbung. Wie ich das auf meiner Seite handhabe, steht im Affiliate-Hinweis.
Gewerbe und Steuern
Sobald du mit Gewinnabsicht regelmäßig Provisionen erzielst, sind Gewerbeanmeldung und Steuern ein Thema. Wie das für Nebenberufler läuft, erkläre ich in meinem Artikel zur Gewerbeanmeldung. Im Zweifel fragst du Finanzamt oder Steuerberatung.
Plattformabhängigkeit
Dein Konto gehört nicht dir. Ändern sich Regeln oder wird ein Konto eingeschränkt, ist die Reichweite weg. Deshalb ist eine eigene E-Mail-Liste so wertvoll: Sie gehört dir, auch wenn sich ein Kanal ändert.
Für wen Pinterest passt und für wen nicht
Passt zu dir, wenn …
- du Geduld hast und in Wochen und Monaten denkst, nicht in Tagen.
- du gern Bilder gestaltest oder mit Vorlagen arbeitest.
- du ein klares Thema hast, über das du regelmäßig Inhalte machen kannst.
- du eine eigene Zielseite, einen Blog oder eine E-Mail-Liste aufbauen willst.
Lass es lieber, wenn …
- du schnelle Einnahmen brauchst.
- du keine Zeit hast, über längere Zeit regelmäßig nachzulegen.
- du Massen an Pins mit demselben Affiliate-Link posten willst. Das widerspricht den Plattformregeln.
- du schon mit einem anderen Kanal ausgelastet bist. Dann konzentrier dich lieber dort. 🙂
Im Vergleich zu Affiliate Marketing und anderen Kanälen
Pinterest steht nicht gegen Affiliate Marketing, sondern dient ihm als Traffic-Quelle. Der faire Vergleich ist deshalb: Pinterest als Suchkanal gegenüber einem Feed-Kanal wie Instagram.
| Punkt | ||
|---|---|---|
| Funktionsweise | Suchplattform: Nutzer suchen nach Begriffen | Feed und Reels: Nutzer folgen Personen und entdecken Inhalte |
| Gesicht zeigen | Nicht nötig, Bilder und Texte reichen | Hilft stark, Reels leben von Persönlichkeit |
| Aufbau | Langsam, über Wochen bis Monate | Je nach Inhalt schneller, aber dauerhafte Pflege nötig |
| Affiliate-Regeln | Erlaubt, aber originell, gekennzeichnet und nicht massenhaft | Kennzeichnung ebenfalls nötig |
| Startkosten | Konto kostenlos | Konto kostenlos |
Pinterest hat einen echten Vorteil: Du musst nicht vor die Kamera. Dafür dauert der Aufbau, und du brauchst Disziplin bei den Regeln.
Ich habe mich 2018 für Affiliate Marketing entschieden und später gemerkt, dass sporadisches Bloggen weniger Kontakte brachte als regelmäßige Instagram-Inhalte. Auf Instagram sind Reels bei mir der größte Hebel: Laut meinen Insights vom April 2026 stammen 57,1 % der Aufrufe aus Reels. Deshalb liegt mein Fokus dort und nicht auf Pinterest. Mehr dazu in meinem Artikel Mit Instagram Geld verdienen.
Wenn du es trotzdem lernen willst
Pinterest lässt sich kostenlos ausprobieren: Konto anlegen, ein Thema wählen, einige Pins gestalten und beobachten, was passiert. Wenn du dir einen Fahrplan wünschst, gibt es ein Angebot. Ich sage dir offen, wie es einzuordnen ist.
Kurs-Tipp: Pinterest Fast Cash
Das ist ein Workshop von Profit Buddies, also unser eigenes Angebot. Ich habe Profit Buddies 2022 gemeinsam mit Fabian gegründet. Du solltest meine Empfehlung deshalb mit diesem Wissen lesen. Der Preis liegt laut Digistore24-Bestellformular bei 99 € (Stand 14.10.2026).
Laut Kursbeschreibung zeigt der Workshop, wie du Pinterest als Suchplattform nutzt: Business-Konto einrichten, Suchbegriffe über die Pinterest-Suche finden, Pinnwände aufbauen, Pins gestalten und für die Suche optimieren, Veröffentlichung planen und vier Wege, Pinterest-Besucher zu nutzen (vorgeschaltete Seite für ein Affiliate-Angebot, eigenes Freebie mit E-Mail-Liste, YouTube-Videos, thematischer Blog). Den Pinterest-Teil führt die Expertin Katharina. Trotz des Namens ordnet der Workshop Pinterest als langfristige Strategie ein, schnelles Geld solltest du davon nicht erwarten. Teile der Inhalte stammen aus dem Jahr 2024, Plattformdetails solltest du deshalb gegen die aktuellen Pinterest-Seiten prüfen.
Du musst den Kurs nicht kaufen. Frag dich vorher, was du brauchst: Struktur und einen Fahrplan, oder reicht dir die kostenlose Hilfe von Pinterest? Und lass dir von niemandem erzählen, dass es mit Pins automatisch Geld gibt.
Mein Fazit
Mit Pinterest Geld zu verdienen ist möglich, aber indirekt und langsam. Die Plattform ist günstig zu testen, erlaubt Affiliate-Inhalte unter klaren Bedingungen und belohnt Geduld und Qualität. Für schnelles Geld taugt sie nicht, und sie ersetzt keine eigene Basis wie Website oder E-Mail-Liste.
Wenn du erst verstehen willst, wie Affiliate Marketing grundsätzlich funktioniert, hol dir den kostenlosen Affilionär Kickstart* und entscheide danach, welcher Kanal zu dir passt. Alle Wege im Überblick findest du in meinem Leitartikel.
Häufige Fragen
Kann man mit Pinterest wirklich Geld verdienen?
Indirekt ja. Pinterest zahlt Nutzern in der Regel nichts für Pins. Geld entsteht erst, wenn Besucher von Pinterest auf ein Angebot, einen Blogartikel oder eine E-Mail-Liste kommen und dort kaufen. Wie viel, hängt von Thema, Aufwand und Geduld ab. Garantien gibt es nicht.
Sind Affiliate-Links auf Pinterest erlaubt?
Laut den Pinterest-Richtlinien für kommerzielle Inhalte ja, sofern Affiliate-Inhalte originell sind, Pinnern Mehrwert bieten und die kommerzielle Natur transparent gemacht wird. Massenhaft wiederholte Affiliate-Pins gelten als Missbrauch. Lies die aktuellen Richtlinien vor dem Start.
Muss ich Affiliate-Pins kennzeichnen?
Ja. Pinterest verlangt einen klaren Hinweis auf den kommerziellen Charakter, zum Beispiel mit #ad oder über das Label für bezahlte Partnerschaften. Für Deutschland gelten zusätzlich die Kennzeichnungspflichten im Wettbewerbsrecht. Das ist keine Rechtsberatung.
Brauche ich ein Business-Konto?
Für Auswertung und Werbung ja, denn Analytics und Anzeigen gehören zum Unternehmenskonto. Es ist laut Pinterest kostenlos, und ein privates Konto lässt sich umwandeln. Pins und Follower bleiben dabei erhalten.
Wie lange dauert es, bis Pinterest Besucher bringt?
Rechne mit Wochen bis Monaten. Pinterest funktioniert eher wie eine Suchmaschine als wie ein Feed. Einen festen Zeitraum kann niemand seriös versprechen.
Brauche ich eine eigene Website?
Nicht zwingend, aber sie hilft. Eine eigene Seite oder E-Mail-Liste gibt dir mehr Kontrolle, als nur auf fremde Angebote zu verlinken. Gerade bei Affiliate-Inhalten verlangt Pinterest außerdem Originalität und Mehrwert, und den kannst du auf einer eigenen Seite am besten liefern.
Du willst wissen, womit du anfangen sollst? 🚀
Hol dir den kostenlosen Einstiegsplan, den ich zusammen mit Fabian von Profit Buddies erstellt habe: 5 Schritte und ein 90-Tage-Fahrplan für deinen Start neben dem Job.
Gratis Einstiegsplan ansehenQuellen
- Pinterest Hilfe: Unternehmenskonto erstellen oder umwandeln, Stand 14.10.2026
- Pinterest Richtlinien für kommerzielle Inhalte und Markeninhalte, Stand 14.10.2026
- Pinterest Community-Richtlinien, Stand 14.10.2026
- Pinterest Newsroom: Unternehmensangaben, Stand 14.10.2026
* Partnerlink (Werbung): Kaufst du darüber, bekomme ich eine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts. Mehr dazu
Dieser Artikel wurde teilweise mit KI-Unterstützung erstellt.
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