Kurz gesagt

Der einfachste Affiliate Funnel hat drei Schritte: Ein Freebie (Lead-Magnet) bringt Besucher auf deine E-Mail-Liste, auf der Danke-Seite empfiehlst du ein passendes, günstiges Produkt, und per E-Mail baust du danach langfristig Vertrauen auf. Mit einer Seite für abspringende Besucher holst du zusätzlich mehr aus deinem vorhandenen Traffic heraus.

Inhalt
  1. Was ist der einfachste Affiliate Funnel?
  2. Schritt 1: Die Eintragungsseite mit Lead-Magnet
  3. Schritt 2: Bestätigung und Danke-Seite
  4. Schritt 3: Die Empfehlung über deinen Affiliate Link
  5. Was du für den Funnel brauchst
  6. Einnahmen steigern: mehr aus deinem vorhandenen Traffic holen
  7. Mein Fazit
  8. Häufige Fragen

Im Affiliate Marketing wird vieles komplizierter gemacht, als es sein muss. Zehnstufige Funnels, Upsells, Downsells, fünf Tools, die miteinander reden sollen. Ich halte es lieber mit „Keep it simple“: Die einfachen Dinge funktionieren meistens besser.

In diesem Artikel zeige ich dir den einfachsten Affiliate Funnel, den ich kenne, und eine Ergänzung, mit der du aus deinen vorhandenen Besuchern mehr herausholst. Beides zusammen sorgt dafür, dass du gleichzeitig Leads sammelst und deine Einnahmen steigern kannst, ohne mehr Geld für Werbung auszugeben.

Was ist der einfachste Affiliate Funnel?

Ein Affiliate Funnel ist der Weg, den ein Besucher von deinem Inhalt bis zur Empfehlung geht. Der einfachste Funnel besteht aus drei Schritten:

  1. Lead-Magnet: Ein kostenloser Mehrwert, für den sich jemand mit seiner E-Mail-Adresse einträgt.
  2. E-Mail-Liste: Nach der Bestätigung landet der neue Kontakt auf einer Danke-Seite und in deinem Newsletter.
  3. Empfehlung: Auf der Danke-Seite und in deinen E-Mails empfiehlst du passende Produkte über deinen Affiliate Link.

Der entscheidende Unterschied zum direkten Affiliate Link: Du verlierst den Besucher nicht nach einem Klick. Er ist auf deiner Liste, und du kannst ihn wieder erreichen. Genau deshalb ist die E-Mail-Liste für mich das wichtigste Asset im ganzen Business. ✉️

Schritt 1: Die Eintragungsseite mit Lead-Magnet

Zuerst baust du eine einfache Landingpage mit einem Eintragungsformular. Damit sich jemand einträgt, bietest du ihm ein Freebie an, auch Lead-Magnet genannt. Das kann sein:

  • eine Checkliste oder Schritt-für-Schritt-Anleitung
  • ein kurzes Video-Training
  • ein kleiner E-Mail-Kurs über ein paar Tage
  • eine Vorlage, die sofort Zeit spart

Hauptsache, es löst ein konkretes Problem deiner Zielgruppe und passt thematisch zu dem Produkt, das du später empfehlen willst. Wer sich für eine Instagram-Checkliste einträgt, interessiert sich wahrscheinlich eher für einen Instagram-Kurs als für ein Kochbuch. Mehr Ideen für gute Freebies findest du im Profit-Buddies-Artikel zum Lead-Magnet.

Schritt 2: Bestätigung und Danke-Seite

Nach der Eintragung bekommt dein Besucher eine E-Mail, in der er seine Adresse bestätigt. Dieses Double-Opt-in ist in Deutschland der übliche Weg. Werbe-E-Mails brauchen nach § 7 UWG eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, und nach Art. 7 DSGVO musst du diese Einwilligung nachweisen können. Das Bestätigungsverfahren liefert genau diesen Nachweis.

Nach der Bestätigung leitest du ihn auf eine Danke-Seite. Dort:

  • bedankst du dich für die Eintragung,
  • stellst dich kurz vor, damit er weiß, wer ihm schreibt,
  • und zeigst ihm ein passendes, günstiges Produkt.

Warum günstig? Die Hürde ist niedrig. Wer sich gerade für dein Freebie eingetragen hat, ist interessiert, aber er kennt dich noch kaum. Ein kleines Angebot zum Einstieg ist da leichter als ein teurer Kurs.

Schritt 3: Die Empfehlung über deinen Affiliate Link

Der Link auf deiner Danke-Seite ist dein Affiliate Link. Klickt der neue Kontakt darauf, landet er auf der Verkaufsseite des Anbieters. Kauft er dort, bekommst du deine Provision. Das ist das ganze Prinzip. 🙂

Der wichtigste Teil kommt aber danach: Über deinen Newsletter bleibst du in Kontakt. Viele kaufen nicht sofort, sondern erst Wochen oder Monate später, wenn sie dich besser kennen. Genau das habe ich über die Jahre erlebt: Neue Produkte bringen neue Abonnenten, und die kaufen langfristig über den Newsletter.

Passende Produkte suche ich bei Digistore24. Wie ich dabei vorgehe und worauf ich bei den Kennzahlen achte, erkläre ich in mit Digistore24 Geld verdienen.

Was du für den Funnel brauchst

BausteinWofürWas ich nutze
Website oder SeitenbaukastenEintragungsseite und Danke-Seitesiehe meine Tools
E-Mail-Marketing-ToolFormular, Double-Opt-in, Newsletter, AutomationenKlick-Tipp
Affiliate-Produktdie Empfehlung, für die du Provision bekommstDigistore24-Marktplatz
Lead-Magnetder Grund, sich einzutragenselbst erstellt, passend zum Thema

Für E-Mail-Marketing habe ich vor Klick-Tipp verschiedene Tools ausprobiert. Geblieben bin ich bei Klick-Tipp, weil ich damit meine Abläufe einfach automatisieren kann. Wenn du beim Thema E-Mail ganz am Anfang stehst, lies zuerst meinen Guide zum E-Mail-Marketing.

Einnahmen steigern: mehr aus deinem vorhandenen Traffic holen

Lange kannte ich nur einen Hebel, um mehr Affiliate-Einnahmen zu erzielen: mehr Traffic. Mehr Besucher, mehr Klicks, mehr Verkäufe. Bezahlter Traffic über Facebook-Anzeigen war dabei lange eine meiner wichtigsten Quellen, neben YouTube. Der Haken: Jeder neue Besucher kostet Geld, und bis sich Werbung rechnet, braucht es Wissen. Bei mir hat das einige Zeit und einiges an Lehrgeld gekostet.

Also habe ich mich gefragt: Wie hole ich mehr aus den Besuchern heraus, die sowieso schon auf meiner Seite sind?

Die Idee: eine zweite Chance für abspringende Besucher

Die meisten Besucher verlassen eine Seite, ohne sich einzutragen oder zu klicken. Sie „springen ab“. Man spricht von der Absprungrate (Bounce Rate). Meine Lösung war ein WordPress-Plugin, das Besuchern, die die Seite verlassen wollen, eine eigene Seite zeigt. Dort bekommen sie noch einmal ein passendes Angebot: entweder ein Freebie für die E-Mail-Liste oder eine konkrete Produktempfehlung.

Man kann es auch so sagen: Du recycelst deinen vorhandenen Traffic. ♻️

Worauf ich bei der Umsetzung geachtet habe

  • Zeitverzögerung: Wer sich nur verklickt hat und sofort wieder geht, soll keine zweite Seite sehen. Das wirkt spammig. Erst wer zum Beispiel eine halbe Minute auf der Seite war, hat Interesse gezeigt.
  • Passende Zielseite pro Thema: Zu jedem Artikel gehört das passende Angebot. Wer über E-Mail-Marketing liest, bekommt ein E-Mail-Freebie, nicht irgendetwas.
  • Messbarkeit: Ich wollte sehen, wie viele Eintragungen und Verkäufe über diese Seiten kommen. Wer nichts misst, kann nichts verbessern.
  • Mobil und Desktop: Die Lösung muss auf allen Geräten sauber funktionieren.
  • Erreichbarer Support: Wenn etwas im Funnel hakt, verlierst du Kontakte. Schneller Support war mir deshalb wichtig.

Meine erste Seite dieser Art habe ich zur Lead-Generierung eingerichtet. Der erste Eintrag darüber kam nach rund zehn Minuten, während ich mir einen Kaffee geholt habe. Das war natürlich Glück beim Timing, aber es hat mir gezeigt, dass die Idee funktioniert. Danach habe ich weitere Seiten mit Produktempfehlungen erstellt.

Wichtig: Solche Seiten sind kein Ersatz für gute Inhalte. Sie holen nur mehr aus dem Traffic, den du ohnehin hast. Und sie sollten nie aufdringlich sein, sonst schadest du dem Vertrauen, das du dir aufgebaut hast.

Mein Fazit

Der einfachste Affiliate Funnel ist bis heute einer der besten: Lead-Magnet, E-Mail-Liste, ehrliche Empfehlung. Er ist schnell gebaut und funktioniert mit jedem Kanal, egal ob du über einen Blog, YouTube oder Instagram Besucher bekommst. Mit einer zweiten Chance für abspringende Besucher holst du zusätzlich mehr aus deinem vorhandenen Traffic heraus.

Wenn du den großen Überblick suchst, wie alles zusammenhängt, lies meinen Leitartikel wie online Geld verdienen. Und wenn du dir die rechtliche Seite deiner Website ansehen willst, schau in welche rechtlichen Pflichtseiten du brauchst.

Häufige Fragen

Was ist ein Affiliate Funnel?

Ein Affiliate Funnel ist ein geplanter Weg, den ein Besucher geht: vom ersten Kontakt über die Eintragung in deine E-Mail-Liste bis zur Empfehlung eines Produkts, für das du Provision bekommst.

Brauche ich für einen Affiliate Funnel eine eigene Website?

Du brauchst mindestens eine Eintragungsseite und eine Danke-Seite. Die kannst du mit WordPress, einem Seitenbaukasten oder den Formularseiten deines E-Mail-Tools bauen.

Warum nicht direkt den Affiliate Link teilen?

Das geht, aber dann ist der Besucher nach einem Klick weg. Mit einer E-Mail-Liste kannst du ihn wieder erreichen, Vertrauen aufbauen und später weitere passende Produkte empfehlen.

Ist Double-Opt-in beim Newsletter Pflicht?

Das Gesetz schreibt das Verfahren nicht wörtlich vor. Du musst aber eine ausdrückliche Einwilligung nachweisen können (§ 7 UWG, Art. 7 DSGVO), und dafür ist Double-Opt-in in Deutschland der übliche Weg.

Was ist ein Lead-Magnet?

Ein kostenloser Mehrwert im Tausch gegen die E-Mail-Adresse, zum Beispiel eine Checkliste, ein kurzes Video oder ein Mini-Kurs. Er sollte ein konkretes Problem deiner Zielgruppe lösen.

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Quellen

  1. § 7 UWG, Unzumutbare Belästigungen (gesetze-im-internet.de), Stand 25.09.2026
  2. Art. 7 DSGVO, Bedingungen für die Einwilligung (EUR-Lex), Stand 25.09.2026

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von Daniel Kocks und Fabian Habich geprüft und überarbeitet.

Daniel Kocks
Über den Autor: Daniel Kocks

Daniel ist seit 2018 nebenberuflich im Affiliate Marketing unterwegs, neben seinem Job und seiner Familie. Hier zeigt er, was bei ihm funktioniert hat und was nicht. Mehr über Daniel

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