Kurz gesagt
Clickworker und Testbirds sind seriöse Plattformen, auf denen du kleine Aufgaben erledigst oder Apps und Websites testest. Beide zahlen zuverlässig, aber pro Aufgabe meist nur Cent bis wenige Euro, und die Arbeit kommt unregelmäßig. Als Taschengeld neben dem Job passt das, als echtes Nebeneinkommen kaum.
Inhalt
Ein paar Texte schreiben, Fotos im Supermarkt machen oder eine App auf Fehler testen und dafür Geld bekommen: Plattformen wie Clickworker und Testbirds klingen nach dem einfachsten Nebenverdienst überhaupt. Kein Startkapital, kein Verkauf, keine Kunden, die du selbst finden musst.
Ich bin seit 2018 nebenberuflich im Affiliate Marketing und bis heute angestellt. Clickworker und Testbirds habe ich selbst nicht genutzt. Ich habe mir aber die Hilfeseiten, Vergütungsangaben, Auszahlungsregeln und Steuerhinweise beider Plattformen genau angesehen und sage dir, was du realistisch erwarten kannst. 🔍
Lohnt sich das?
Als Taschengeld: ja. Als echtes Nebeneinkommen: eher nicht. Beide Plattformen sind seriös und zahlen, was sie versprechen. Die Beträge pro Aufgabe sind aber klein, und wie viel Arbeit es gibt, bestimmst nicht du. Clickworker schreibt selbst, die Tätigkeit sei kein Ersatz für eine Vollzeitbeschäftigung.
Wer abends eine halbe Stunde Leerlauf füllen will und sich über ein paar Euro freut, ist hier richtig. Wer etwas aufbauen will, das wächst, findet in meinem Leitartikel Online Geld verdienen die passenderen Modelle.
Der WOG-Check
6 Kriterien, je 1 bis 5 Punkte. Mehr Punkte sind immer besser für dich.
-
Startkapital5/5
Anmeldung kostenlos. Du brauchst einen Rechner oder ein Smartphone, bei Testbirds mindestens ein echtes Gerät zum Testen.
-
Zeit bis zum ersten Euro3/5
Erste kleine Aufgaben gehen schnell, bis zur Auszahlung dauert es aber: Mindestbeträge, Prüfung durch den Kunden, bei Testbirds bis zu 40 Tage.
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Ausbaufähigkeit1/5
Mehr Geld heißt mehr Aufgaben. Wie viele es gibt, entscheiden die Plattform und ihre Kunden, nicht du.
-
Risiko5/5
Kein Geldeinsatz. Schlimmstenfalls hast du Zeit in Aufgaben gesteckt, die abgelehnt oder nicht bezahlt werden.
-
Passives Einkommen1/5
Null. Jeder Cent ist eine erledigte Aufgabe.
-
Seriosität des Marktes4/5
Clickworker und Testbirds sind etabliert und zahlen zuverlässig. Vorsicht bei Umfrage- und Klick-Apps, die mit hohen Beträgen werben.
Gesamtfazit: möglich, aber mit Einschränkungen
Möglich mit Einschränkungen: seriös und ohne Risiko, aber eher Taschengeld als Nebeneinkommen, weil Beträge klein und Aufträge unregelmäßig sind.
So funktioniert es in Kürze
Clickworker: viele kleine Aufgaben
Clickworker vermittelt Aufträge von Firmen, die in viele kleine Teile zerlegt werden. Auf der Seite für Clickworker stehen zum Beispiel Umfragen, Texte und Produktbeschreibungen, Webrecherche und Mystery-Fotos: Du gehst in ein Geschäft und fotografierst Produkte mit dem Smartphone. Dazu kommen App- und Website-Tests, Bewertungen von Suchergebnissen und Aufgaben, mit denen KI-Systeme trainiert werden. Nach eigener Angabe arbeiten mehr als 10 Millionen Clickworker in 136 Ländern.
Anmelden darf sich, wer volljährig ist. Danach schaltest du dir Aufgaben über kurze Tests frei, sogenannte Assessments. Manche lassen sich wiederholen, aber frühestens nach 60 Tagen, andere gar nicht. Für das Partnerportal UHRS brauchst du in einem einmaligen Test mindestens 80%, der erste Teil ist ein Englischtest.
Wichtig: Clickworker arbeitet mit dir auf selbstständiger Basis gegen Honorar. Du bist dort nicht angestellt, sondern rechnest jede Aufgabe einzeln ab.
Testbirds: Apps und Websites testen
Testbirds lässt Apps, Websites und Geräte von echten Nutzern prüfen. Laut eigener Seite gibt es über 1.000.000 Tester mit über 1.500.000 Geräten. Der Ablauf: Profil ausfüllen, mindestens ein eigenes Gerät anlegen, einen Einstiegstest machen. Der Einstiegstest wird nicht bezahlt, erst danach bekommst du Einladungen zu echten Tests. Virtuelle Geräte sind verboten, und jede Person darf nur ein Konto haben.
Es gibt drei Haupttypen: Bei Bug-Tests suchst du Fehler und wirst pro gefundenem Fehler bezahlt. Bei Usability-Tests gibst du Bewertungen und Texte ab und bekommst einen festen Betrag, sobald dein Bericht angenommen ist. BugAbility-Tests verbinden beides. Ab und zu gibt es auch Interviews per Video, die laut Testbirds pro Stunde meist besser bezahlt sind.
Erfahrungen: was Nutzer berichten und meine Sicht
Wer sich durch Berichte und Diskussionen zu Clickworker, Testbirds und ähnlichen Plattformen liest, stößt immer wieder auf dieselben Punkte:
- Es zahlt, aber wenig. Kaum jemand zweifelt daran, dass das Geld ankommt. Die Klage ist der Stundenlohn, vor allem bei einfachen Aufgaben, für die es Cent-Beträge gibt.
- Mal viel, mal nichts. An manchen Tagen gibt es reichlich Aufgaben, dann wochenlang kaum etwas. Testbirds sagt das in der FAQ offen: Einladungen können Wochen oder Monate ausbleiben.
- Ablehnungen frustrieren. Ein Text wird nicht angenommen, ein Fehler war schon gemeldet, ein Foto passt nicht. Doppelt gemeldete Fehler bezahlt Testbirds nicht, bei Clickworker kann der Kunde Aufgaben ablehnen.
- Gute Leute verdienen besser. Wer schnell und sauber schreibt, gute Assessments hat oder gründlich testet, bekommt die besseren Aufgaben. Spezialwissen und Sprachkenntnisse zahlen sich aus.
- Das Warten auf das Geld nervt. Mindestbeträge, Prüfzeiten und Zahltage sorgen dafür, dass zwischen Arbeit und Kontoeingang Wochen liegen können.
Meine Sicht: Das ist ein ehrlicher Weg, ein paar Euro dazuzuverdienen, und deutlich seriöser als die Apps, die mit Spielen oder Klicks hohe Beträge versprechen. Was dir fehlt, ist jede Form von Hebel. Du baust nichts auf, das morgen mehr wert ist als heute. Genau deshalb habe ich mich 2018 für einen anderen Weg entschieden.
Kosten, Risiken und Haken
Bezahlung und Auszahlung
- Clickworker, Vergütung. Laut Hilfe reicht sie pro Aufgabe von Cent-Beträgen bis zu zweistelligen Euro-Summen. Den Betrag siehst du, bevor du anfängst. Manche Projekte werden erst nach Prüfung durch den Kunden gutgeschrieben.
- Clickworker, Auszahlung. Einmal pro Woche automatisch, ohne Antrag. Mindestbetrag 10€ für PayPal und SEPA, 20€ für Payoneer, darunter wird der Betrag in die nächste Woche übertragen. Dazu müssen Zahlungsdaten und Steuerangaben vollständig sein. Verdienst aus Mystery-Fotos wird erst 30 Tage nach der Aufgabe auszahlbar, aus UHRS laut älterem Hilfeartikel nach 39 Tagen. Stand 27.10.2026.
- Testbirds, Vergütung. Laut Tester-FAQ bei Usability-Tests je nach Umfang 10, 50 Euro oder mehr, bei Bug-Tests meist 1 Euro für leichte bis 5 Euro für kritische Fehler. Als Faustregel nennt Testbirds 10 Euro oder mehr pro Stunde bei normalem Tempo. Das ist eine Angabe des Anbieters, keine Garantie.
- Testbirds, Auszahlung. Auf Anfrage ab 6€ Guthaben, nur einmal alle 48 Stunden, per SEPA oder PayPal. Bei PayPal zieht PayPal eine Empfängergebühr ab. Zahltag ist am Monatsende, laut Testbirds kann das Geld 30 bis 40 Tage nach der Anfrage kommen. Stand 27.10.2026.
Die Haken im Alltag
- Unbezahlte Vorarbeit. Einstiegstests, Assessments und Profilpflege kosten Zeit, für die es kein Geld gibt.
- Keine Planbarkeit. Du kannst dir nicht vornehmen, diese Woche 50€ zu verdienen. Ob es Aufgaben gibt, entscheiden die Kunden der Plattform.
- Echte Daten sind Pflicht. Beide Plattformen verlangen Klarnamen und Adresse, Clickworker auch die Steuer-ID. Falsche Angaben führen zur Sperre.
- Nachahmer mit großen Versprechen. Neben den seriösen Anbietern gibt es Apps, die mit hohen Beträgen fürs Klicken, Spielen oder Umfragen werben. Wie du die erkennst, steht in meinem Artikel Mit Spielen Geld verdienen.
Steuern
Das ist keine Steuer- oder Rechtsberatung, aber das solltest du wissen. Bei beiden Plattformen bist du selbstständig und selbst für die Versteuerung verantwortlich. Testbirds weist darauf hin, dass Plattformen nach der EU-Regel DAC7 Daten ihrer Tester an die Steuerbehörden melden müssen. Für Angestellte gilt: Bleiben deine Nebeneinkünfte, also Einnahmen minus Ausgaben, im Jahr bei höchstens 410€, musst du laut § 46 EStG ihretwegen keine Steuererklärung abgeben. Ob du ein Gewerbe brauchst, hängt von der Art der Aufgaben ab. Wie das grundsätzlich läuft, steht in meinem Artikel Gewerbe anmelden, im Zweifel fragst du dein Finanzamt.
Für wen es passt und für wen nicht
Passt zu dir, wenn …
- du kleine Zeitfenster füllen willst, etwa in der Bahn oder abends auf dem Sofa.
- du gründlich arbeitest und gern Fehler findest oder sauber schreibst.
- dir ein paar Euro im Monat reichen und du keinen festen Betrag brauchst.
- du ohne jedes Risiko ausprobieren willst, wie Geldverdienen im Netz grundsätzlich läuft.
Lass es lieber, wenn …
- du ein planbares Nebeneinkommen brauchst.
- du etwas aufbauen willst, das mit der Zeit mehr wert wird.
- dich Ablehnungen und wochenlange Pausen ohne Aufgaben schnell frustrieren.
- du deine Zeit lieber in eine Fähigkeit steckst, die du teurer verkaufen kannst, zum Beispiel als Freelancer auf Fiverr oder Upwork. 🙂
Im Vergleich zu Affiliate Marketing
| Punkt | Clickworker / Testbirds | Affiliate Marketing |
|---|---|---|
| Was du verkaufst | Kleine Aufgaben und Testberichte | Empfehlungen für fremde Produkte |
| Erster Euro | Schnell verdient, Auszahlung nach Tagen bis Wochen | Oft erst nach Monaten Reichweitenaufbau |
| Höhe pro Einsatz | Cent bis wenige Euro, selten mehr | Provision pro Verkauf, je nach Produkt sehr unterschiedlich |
| Skalierung | Begrenzt durch Zeit und verfügbare Aufgaben | Ein Inhalt kann beliebig oft verkaufen |
| Abhängigkeit | Plattform und ihre Kunden | Anbieter und Reichweite, die E-Mail-Liste gehört dir |
Fair gesagt: Mikrojobs bringen schneller Geld und verlangen keinerlei Vorwissen. Affiliate Marketing braucht Geduld, bis die ersten Provisionen kommen. Dafür baust du dort mit jedem Inhalt etwas auf, das weiterarbeitet.
Ich habe mich 2018 für Affiliate Marketing entschieden, weil ich beruflich viel unterwegs bin und etwas wollte, das nicht an feste Stunden gebunden ist. Meine wichtigste Erkenntnis: Die E-Mail-Liste ist das wichtigste Asset, denn sie verkauft auch dann, wenn ich gerade keine Zeit habe.
Bevor du dich anmeldest
Dafür brauchst du keinen Kurs. Diese Checkliste reicht:
- Nur beim Original anmelden. Direkt auf clickworker.de oder testbirds.com, nicht über Werbeanzeigen mit Verdienstversprechen.
- Nie Geld vorab zahlen. Seriöse Plattformen verlangen keine Startgebühr und keinen kostenpflichtigen Kurs.
- Zahlungsweg prüfen. PayPal oder SEPA, Mindestbeträge und PayPal-Gebühren kennen.
- Assessments ernst nehmen. Manche lassen sich erst nach 60 Tagen oder gar nicht wiederholen.
- Zeit mitschreiben. Notier dir zwei Wochen lang Zeit und Verdienst. Dann weißt du, was dein Stundenlohn wirklich ist.
- Steuern im Blick. Einnahmen aufschreiben, Steuer-ID bereithalten, bei Unsicherheit das Finanzamt fragen.
Mein Fazit
Clickworker und Testbirds sind ehrlich: Sie versprechen kein großes Geld, und sie zahlen, was sie ankündigen. Für ein Taschengeld ohne Risiko und ohne Vorwissen ist das in Ordnung. Ein Nebeneinkommen, auf das du dich verlassen kannst, wird daraus aber kaum, weil du weder die Menge der Aufgaben noch die Höhe der Bezahlung steuerst.
Wenn du lieber etwas aufbauen willst, das mit der Zeit wächst, hol dir den kostenlosen Affilionär Kickstart*. Wie andere Wege im Vergleich abschneiden, liest du in meinem Test zu Produkttester-Jobs.
Häufige Fragen
Ist Clickworker seriös?
Ja. Clickworker zahlt wöchentlich per PayPal, SEPA und weiteren Wegen aus, zeigt den Verdienst vor jeder Aufgabe an und sagt selbst offen, dass die Arbeit kein Ersatz für eine Vollzeitstelle ist. Haken sind die kleinen Beträge und schwankende Auftragslage, nicht die Plattform.
Wie viel verdient man bei Clickworker?
Laut Clickworker reicht die Vergütung pro Aufgabe von Cent-Beträgen bis zu zweistelligen Euro-Summen, je nach Aufwand, Schwierigkeit und Spezialwissen. Einen festen Stundenlohn gibt es nicht, und wie viel Arbeit verfügbar ist, schwankt.
Wie viel zahlt Testbirds pro Test?
Laut Tester-FAQ von Testbirds bringen Usability-Tests je nach Umfang 10, 50 Euro oder mehr, bei Bug-Tests gibt es meist 1 Euro für leichte und bis 5 Euro für kritische Fehler. Als Faustregel nennt Testbirds 10 Euro oder mehr pro Stunde bei normalem Tempo. Einladungen kommen aber unregelmäßig.
Ab wann zahlt Clickworker aus?
Ab 10 Euro bei PayPal und SEPA, bei Payoneer ab 20. Ausgezahlt wird automatisch einmal pro Woche, kleinere Beträge werden in die nächste Woche übertragen. Testbirds zahlt auf Anfrage ab 6 Euro aus, das Geld kann dann aber 30 bis 40 Tage brauchen.
Muss ich Einnahmen von Clickworker versteuern?
Ja, du arbeitest dort selbstständig und bist selbst für die Steuern verantwortlich. Bist du angestellt und bleiben deine Nebeneinkünfte im Jahr bei höchstens 410 Euro, musst du laut § 46 EStG deswegen keine Steuererklärung abgeben. Das ist keine Steuerberatung, im Zweifel fragst du dein Finanzamt.
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Gratis Einstiegsplan ansehenQuellen
- clickworker: Clickworker-Job (Einordnung, Volljährigkeit), Stand 27.10.2026
- clickworker: Aufgaben für Clickworker, Stand 27.10.2026
- clickworker Hilfe: How much will I be paid?, Stand 27.10.2026
- clickworker Hilfe: How do I get paid for my work?, Stand 27.10.2026
- clickworker Hilfe: What payment options do I have?, Stand 27.10.2026
- clickworker Hilfe: Do I have to tax my earnings myself?, Stand 27.10.2026
- clickworker Hilfe: Can I repeat a failed assessment?, Stand 27.10.2026
- clickworker Hilfe: How do I qualify for UHRS?, Stand 27.10.2026
- clickworker Hilfe: Payment process for mystery store visit jobs, Stand 27.10.2026
- Testbirds Nest: Tester-FAQ, Stand 27.10.2026
- Testbirds: Crowdtesting, Stand 27.10.2026
- TestingTime: FAQ für Testpersonen, Stand 27.10.2026
- EStG § 46 Veranlagung bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit (gesetze-im-internet.de), Stand 27.10.2026
- EStG § 32a Einkommensteuertarif (gesetze-im-internet.de), Stand 27.10.2026
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Dieser Artikel wurde teilweise mit KI-Unterstützung erstellt.
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